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Sind Sie Kunde der Telekom Austria? Auch Sie bezahlten mit ihrer Rechnung so ehrenwerte Figuren wie die Waffenhändler Mensdorff-Pouilly und Schlaff. Via Hochegger finanzierten Sie Parteien, einerlei, ob diese für Sie wählbar sind oder nicht. Weiters ermöglichten Sie zahlreichen Telekom-Managern Boni von fast zehn Millionen Euro, die sie durch Manipulation von Aktienkursen ergaunerten. Der ehemalige IV-Sekretär und jetzige ÖIAG-Chef Beyrer ging auf Ihre Kosten Jagen. Und offenbar schmierten Sie auch ehemalige Minister. All das dürfte aber nur die Spitze eines Eisberges sein.

Dass die Telefon-Liberalisierung eine Erfolgsgeschichte ist, trifft für die Genannten zweifelsfrei zu. Sie hatten davon nur eine überhöhte Telefonrechnung! Kontaktieren Sie die Telekom und verlangen Sie Ihr Geld zurück!

A1 Telekom Austria AG
Lassallestraße 9
1020 Wien
Postfach 1001
1011 Wien

Telefon: 050 664 0
www.a1.net

…oder tauschen Sie sich bei www.a1.net/forum mit anderen „Usern“ aus.

„Sieben Millionen für den Werner“ Fahren Sie mit der Bahn? Als Kunde der ÖBB - aber auch als SteuerzahlerIn - haben Sie ÖBB-Inserate in Millionenhöhe mitfinanziert. Diese dienten nur dazu, den damaligen Verkehrsminister Werner Faymann zu bewerben und den schlimmsten Boulvardzeitungen Geld in den Rachen zu werfen.

Schreiben Sie doch dem Bundeskanzler, dass Sie Ihr Geld zurückhaben wollen: werner.faymann@bka.gv.at

Gleichheit, Gerechtigkeit und Lebensglück

Glück unterscheidet sich von Zufriedenheit durch zusätzliche Faktoren wie Freude, Begeisterung und Engagement. Der entscheidende Übergang in Richtung Glück ist der von Passivität zu Aktivität und von Fremd- zur Selbstbestimmtheit. Die US-amerikanische Psychologin Sonja Lyubomirsky hat in einer groß angelegten Meta-Studie festgestellt, dass sich die Faktoren für das persönliche, andauernde Glück in drei Kategorien unterteilen lassen, die folgenden Anteil am Glück haben: Lebensvorgaben (=Set Point, 50 %), Lebensbedingungen (=Circumstances, 10 %) und vorsätzliche Aktivitäten (=Intentional Activities, 40 %).

Unter Lebensvorgaben bzw. Set Point versteht man physische und genetische Voraussetzungen. Den Lebensumständen, wie Einkommen und Gesundheit, werden nur 10% Einfluss auf das persönliche dauerhafte Glück zugesprochen. Das kann man durch die Tendenz erklären, sich an neue (bessere) Lebensumstände anzupassen und auf Dauer zu gewöhnen. Als eine der wichtigsten Einflussgrößen auf das Glück gelten vorsätzliche Aktivitäten, also die breite Palette von Dingen, die Menschen in ihrem täglichen Leben tun und denken können. Denn: Lebensumstände passieren dem Menschen und vorsätzliche Aktivitäten beschreiben die Art, wie er damit umgeht.

Glück und materieller Wohlstand
In vielen Untersuchungen wurde übereinstimmend festgestellt, dass das Glück mit dem Einkommen nur über eine beschränkte Spanne ansteigt. Sobald die Grundbedürfnisse befriedigt und Existenz- bzw. Zukunftsängste beseitigt sind, entsteht durch mehr Wohlstand nur mehr wenig bis gar kein Zuwachs an Glück.

Glück und Sozialkapital
Das Sozialkapital eines Menschen ist ein Maß für seine Lebenszufriedenheit, für sein Glück und besteht in der Qualität seines Systems an Beziehungen. Man unterscheidet dabei drei Ebenen: die Mikroebene der echten Nahebeziehungen (Familie, sehr gute Freunde), die Mesoebene der guten Beziehungen zu Gruppen, Vereinen und Freunden und die Makroebene (Region, Staat, Menschheit, höhere Werte und Ideale).
Zur Bestimmung des Sozialkapitals ist die Personenanzahl in den drei Ebenen miteinander zu multiplizieren. Das bedeutet, dass ein Mensch ohne Nahebeziehungen ein Sozialkapital von Null hat. Umgekehrt bietet das Aufbauen von Nahebeziehungen einen starken Hebel, das Sozialkapital und damit das Glück wirkungsvoll zu steigern.
Auf der Makroebene zeigt sich, dass es für das Glück des Menschen erforderlich ist, sich für etwas Größeres, Höheres zu engagieren. Ein solches Engagement für höhere Werte und Ideale verleiht dem Leben Sinn und wird so zur Bedingung für wahres Glücklichsein.

Gleichheit
Die Glücksforschung hat festgestellt, dass sich die Lebenszufriedenheit einzelner stark am relativen Vergleich zu den Mitmenschen orientiert. Kauft sich beispielsweise der Nachbar von Person A ein größeres Auto, kann dies A unglücklicher machen, als wenn beide gar keinen PKW hätten. Das Glücksgefühl des Nachbarn wiederum ist nur von kurzer Dauer, da er sich rasch an den neuen Besitz gewöhnt.

Richard Wilkinson hat in zahlreichen Meta-Studien nachgewiesen, dass es in egalitären Gesellschaften allen besser geht; sogar den Reichen! So lebt ein Reicher in Schweden gesünder als jener in Brasilien, der in einer „gated community“ wohnt und permanent Angst haben muss, überfallen oder entführt zu werden. Auch der Baulöwe Hans-Peter Haselsteiner weiß es zu schätzen, sich in Österreich frei und ohne Leibwächter bewegen zu können und wäre auch bereit, für dieses „Asset“ an Lebensqualität mehr Steuern zu bezahlen. Dazu Wilkinson im Originalton: „Die Statistiken sind da ganz eindeutig: Je größer die Unterschiede zwischen Arm und Reich, umso größer sind auch die sozialen Probleme. Ob es um Kriminalität, Gewalt, Drogenmissbrauch, Schwangerschaften im Kindesalter, um schlechte Gesundheit, Fettleibigkeit, den Bildungsstand oder die Lebenserwartung geht: Überall zeigt sich, dass ungleiche Staaten wesentlich schlechter dastehen. Und zwar nicht nur ein bisschen schlechter. Anders ausgedrückt: In den westlichen Industrienationen, in den der Unterschied zwischen Arm und Reich weniger ausgeprägt ist, gibt es bis zu sechsmal weniger Morde. Und bis zu zehnmal weniger Menschen sitzen im Gefängnis“.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Österreich allerdings immer weiter auseinander. Zwischen 1995 und 2005 ist die Lohnquote von 66,2 auf 60,0 % gesunken (dreimal schneller als in „Rest“-OECD). Auch der Gini-Koeffizient – also das Maß für Ungleichheit – ist in diesem Zeitraum von 0,24 auf 0,27 angestiegen.

Laut World Wealth Report 2011 von Merrill Lynch und Capgemini gibt es in Österreich 87.300 Personen mit reinem Nettofinanzvermögen von mehr als einer Million Dollar (= 710.000 €). Bei Nettofinanzvermögen sind „Verbrauchgüter“ wie Autos, Villen, Wohnungen oder Kunstwerke nicht mit einberechnet. 297 Haushalte gelten als superreich (mehr als 100 Mio. €). Da ist die fünfthöchste Millionärsdichte weltweit.

Auf der anderen Seite gelten 12 % der Bevölkerung in Österreich (= 993.000 Menschen) als armutsgefährdet. Die Armutsgefährdungsschwelle beträgt aktuell 994 Euro (60% des Median-Pro-Kopf-Einkommens, Jahreszwölftel) für eine allein stehende Person (Paar: 1.491 €, Alleinerzieherin mit einem Kind: 1.292, Paar mit 2 Kindern: 2.087 €): Als absolut arm gelten 6 % der Bevölkerung; also rund eine halbe Million Menschen.

Der Equal Pay Day (= Tag der Einkommensgleichheit) macht darauf aufmerksam, dass Frauen in hierzulande bis zum 13. April weiterarbeiten müssen, um so viel zu verdienen, wie Männer, die bis zum 31.12. des Vorjahres gearbeitet haben. Mit einem durchschnittlichen Verdienstabstand von 27 Prozent liegen die Erwerbseinkommen der Frauen deutlich hinter denen ihrer männlichen Kollegen. Damit hat Österreich laut WIFO „eine extreme Genderungleichheit“ und nimmt innerhalb der EU-15 den 12. Platz ein. WIFO-Chef Aiginger merkt in demselben Vortrag weiters: „Bildung ist in Österreich in erheblichen Masse vererbt. Jugendliche mit einem Elternteil mit höherer Bildung haben eine dreimal größere Chance, eine tertiäre Ausbildung abzuschließen wie Jugendliche mit geringer Ausbildung der Eltern“.

 


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